
Lange nehme ich es mir schon vor, hier vorbeizusehen. aber ich nehme es mir auch schon lange vor zum friseur zu gehen, oder mal endlich früher schlafen zu gehen. oder die fenster im schlafzimmer zu putzen.. die sache mit dem friseur werd ich ganz bestimmt bald machen und ausschlafen auch. was das fenster betrifft... naja, kommen wir wieder auf das ursprüngliche thema zurück:
ich wollte schon sehr lang hier mal einfach drauflos schreiben. dann hatte ich das gefühl, dass ich gar keine inspiration habe, dass ich nicht weiß, worüber ich schreiben soll. irgendwie ist jetzt aber der groschen gefallen, denn mein leben - unser aller leben - schreibt ohnehin die besten geschichten. man muss sie nur aufschreiben, damit sie nicht in vergessenheit geraten.
daher werde ich versuchen, hier eine art tagebuch zu führen. damit ich mich in ein paar jahren daran erinnern kann, wie ich gefühlt, gedacht, gehandelt habe.
mein leben ist zur zeit sehr spannend, es gab eine riesige veränderung vor knapp 5 monaten.
ich wurde mutter und stand plötzlich am beginn eines neuen lebensabschnittes.
ich dachte früher schon, dass ich einen solchen gerade begonnen habe, etwa als ich die schule beendet und ins arbeitsleben gerutscht bin (eher unfreiwillig, aber was soll's), oder als ich geheiratet hab. aber nichts was bisher geschehen ist, kann man mit der geburt eines kindes vergleichen.
ich bin ein plappermaul und sehr redegewandt (hoffe, auch schreibgewandt, aber das wird sich noch weisen), aber um das gefühl zu beschreiben, dass ich empfinde, wenn es um mutterschaft geht, fehlen mir eindeutig die worte. nie hätte ich gedacht, dass ein kleines wesen plötzlich alles auf den kopf stellt. es ist unglaublich, dass man von einer sekunde auf die andere (nämlich auf die, als man zum ersten mal den schrei des eigenen babys hört) sein eigenes leben und wohlergehen unter das des kindes stellt.
jetzt aber genug. von meinem sohnemann (ja, es ist ein junge), wird es noch genug zu erzählen geben. lange hat mich während der schwangerschaft die angst begleitet, ich würde meinen schwarzen humor und meinen heißgeliebten sarkasmus verlieren. aber das waren zum glück nur die hormone.
ich liebe es mutter zu sein, aber ich liebe es auch ich selbst zu sein. der deutschen sprache immer noch mächtig. windel heißt windel und nicht wiwi. und der kopf ist nicht der didi, der schnuller nicht der lululutschi.
ich liebe auch nach wie vor schöne kleider, hohe schuhe und trage makeup. irgendwie herrscht in der verschlafenen kleinstadt, in der ich lebe, ein stark ausgeprägter babyboom bei den mittzwanzigerinnen, zu denen ich mich großzügig noch dazuzähle. die meisten davon schwimmen plötzlich nach der geburt des babys auf einer, mir völlig unverständlichen und absolut nicht interessanten, öko-welle. klar sollte man gesund leben, aber muss man unbedingt auch so aussehen? haare werden plötzlich nicht mehr gefärbt (ist ja nicht gesund, die schadstoffe gehen über die kopfhaut in den körper), nägel nicht mehr manikürt (keine zeit, der kleine ist ja so anstrengend) und über die enthaarung - oder eben nicht-enthaarung möcht ich mir gar keine gedanken machen.
manchmal zweifle ich an mir selbst ein kleines bisschen. und immer nur ganz kurz. denn ich könnt ja auch mehr im haushalt machen, auch die unterwäsche meines mannes bügeln und täglich staubwischen - aber wie gesagt, dauert immer nur ganz kurz. dann komme ich zur besinnung, brezle mich auf und genieße mit meinem wundervollen mann und unserem tollen sohn unser leben.
ich hoffe, ihr werdet ein klein wenig daran teilhaben (wollen).
eure sweetmarylin
wirst sehen, dass macht süchtig!!!
finde ich toll, dass du auch als mutter noch frau sein kannst!!
bin schon gespannt, mehr über dich zu erfahren und
übrigens: mir rennt der friseur auch schon wieder
ewig nach, aber nächste woche, ganz bestimmt ...
allex liebe
alexa